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am 20. Februar

Zurück in der Zukunft!

Werner Kogler, Die Redaktion - Mehr als 300 Menschen sind unserer Einladung zum Grünen Zukunftskongress in Wien gefolgt, um mit vielen tollen Ideen und Meinungen die Grüne Zukunft mitzugestalten. Danke an alle, die gekommen sind!

Zukunftskongress der Grünen
Volles Haus beim Grünen Kongress "ZUkunftHÖREN" am 17.2.2018 in Wien

"Wie legen wir es an?" ​fragte unser Bundessprecher Werner Kogler gleich zu Beginn des Grünen Zukunftskongresses im 2. Wiener Gemeindebezirk. Es sollten noch viele Antworten folgen –​ direkt per Zuruf aus dem Publikum und später in verschiedenen lebhaften, spannenden Diskussionsrunden. 

"Grüne müssen offener sein"

Das freute unseren Bundessprecher besonders. Denn er ist der Meinung, die Grünen müssen offener sein – und gleichzeitig auch bündnisfähiger, gerade aus der außerparlamentarischen Opposition heraus. Kogler will eine noch engere Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft, immerhin seien die Grünen immer eine plurale Bewegung mit mehreren Strömungen gewesen: "Das möchte ich aufmachen, weitertreiben." ​Was das politische Comeback der Grünen anbelangt, so ist Kogler sicher: Das Wiedererstehen wird gelingen. Spätestens im Jahr 2019 sollen die neuen Grünen stehen. Und zwar "schlagkräftiger und bündnisfähiger denn je". ​

vom naturschutz bis zu den grenzen des wachstums

Kogler schlug dann einen Bogen durch die klassischen Themen der Grünen: vom Naturschutz zum Klimaschutz, von dort zum Verkehr und sozialen Fragen bis zur Globalisierung, Urbanisierung und Digitalisierung. In seiner leidenschaftlichen Auftaktrede ging Kogler aber auch auf die Wurzeln ein, aus denen die Grünen wachsen wollen: "Freiheit, Gleichheit, Geschwisterlichkeit" aus der französischen Revolution und "Die Grenzen des Wachstums" von Dennis Meadows 1973. 


„Im Jahr 2019 werden die neuen Grünen stehen – und zwar schlagkräftiger und bündnisfähiger denn je.“
Werner Kogler, Grüner Bundessprecher

"aus sozialen bewegungen entstanden"

Andreas Novy, Obmann der Grünen Bildungswerkstatt und Mit-Initiator des Zukunftskongresses, verweist in seiner Rede auch auf die Anfänge der Grünen Partei: "Ökologie ist das Verhältnis zum Menschen zu seiner Umwelt. Unsere zentrale Aufgabe war immer schon, die soziale Frage mit der ökologischen zu verbinden. Die Grünen sind entstanden aus sozialen Bewegungen und haben ihre Anliegen in die politischen Prozesse hineingetragen. Wir Grünen sind eine Mosaikpartei."

Der Grüne Zukunftskongress
"Wir müssen den Menschen zuhören"
Der Grüne Zukunftskongress
Lebhafte Diskussionen am Nachmittag

"DEN MENSCHEN ZUHÖREN" 

Bevor es am späteren Nachmittag in die Gruppendiskussionen ging, brachten die fünf geladenen externen ReferentInnen ihre Positionen vor. 

Die ehemalige rote ÖH-Vorsitzende Barbara Blaha betonte zum Thema "Soziales", dass die Ökologie immanent auch eine Verteilungsfrage sei. Roman Hebenstreit von der Gewerkschaft vida sah im Bereich Arbeitsmarkt ein reiches Betätigungsfeld für die Grünen. Man müsse den Menschen zuhören; fraglich sei, ob man dies nur im siebenten Bezirk (der grünen Hochburg in Wien, Anm.) tun solle.

"UMWELT UND NATUR SIND LEBENSGRUNDLAGE"

Der ehemalige ÖVP-Generalsekretär und Co-Flüchtlingsbeauftragte Ferry Maier betonte die Rolle der Zivilgesellschaft und der NGOs in der Flüchtlingsbetreuung und kritisierte den Fokus der Bundesregierung auf "Abschiebepolitik". 

Shifteh Hashemi vom Frauenvolksbegehren stellte die Bedeutung der Vielfalt in der Gesellschaft in den Mittelpunkt. Dass Umweltpolitik kein Luxusthema sei, betonte schließlich Hanna Simons vom WWF: "Umwelt und Natur sind unsere Lebensgrundlage. Wenn wir das zerstören, haben wir nichts mehr zu verteilen."


Der Grüne Zukunftskongress
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