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am 20. September

Ernst-Dziedzic: „Mit vollem Einsatz für LGBTIQ-Rechte“

Ewa Ernst-Dziedzic - Bundessprecher*innen der Grünen Andersrum gewählt

 „Die Grüne Regierungsbeteiligung brachte im LGBTIQ-Bereich bereits erste Erfolge: Seit letztem Jahr wird Hasskriminalität an LGBTIQ-Personen endlich statistisch erfasst, eine wichtige Basis um gegen Hate Crimes vorzugehen. Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, unsere Forderung nach flächendeckenden Schulungen für Exekutivbeamt*innen umzusetzen. Auch Asyl-Rechtsberater*innen wurden diesen Sommer erstmals durch qualifizierte NGOs auf LGBTIQ-Themen im Asylverfahren geschult“, sagt Ewa Ernst-Dziedzic im Anschluss an die Bundesklausur der Grünen Andersrum in Linz, bei der die Delegierten die Nationalratsabgeordnete erneut einstimmig zur Bundessprecherin wählten. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung seien die neu geschaffenen Optionen beim Geschlechtseintrag. Ernst Dziedzic verspricht aber, nicht locker zu lassen: „Von der diskriminierungsfreien Blutspende bis zum Verbot von Konversionsbehandlungen und nicht notwendigen medizinischen Eingriffen an intergeschlechtlichen Kindern und Jugendlichen – unsere Forderungen im LGBTIQ-Bereich sind bekannt und ich werde mich weiter lautstark dafür einsetzen, dass sie eine nach der anderen abgearbeitet werden“, betont Ernst-Dziedzic, die sich auch kämpferisch zeigt: „Es ist kein Geheimnis, dass die ÖVP bei Gleichstellung auf der Bremse steht. Das werde ich nicht schönreden, sondern aufzeigen“. 

Als weiterer Bundessprecher der Grünen Andersrum wurde Klaus Horvat-Unterdorfer gewählt, der Kärnter Markus Einicher als Finanzverantwortlicher wiedergewählt. Horvat-Unterdorfer veranstaltet als Landessprecher der Grünen Andersrum federführend den CSD Salzburg: „LGBTIQ*-Menschen gibt es nicht nur in der Bundeshauptstadt, sondern überall – in allen Bundesländern, allen Bezirken und allen Orten und allen Familien. Gerade in ländlichen Regionen haben es junge LGBTIQ*Menschen am Land jedoch deutlich schwerer mit ihrem Coming-Out, binnen weniger Stunden weiß es das ganze Dorf. Das führt auch dazu, dass die Suizidrate an LGBTIQ*-Jugendlichen gerade im ländlichen Raum deutlich höher ist. Wir arbeiten als Grüne Andersrum daher seit Jahrzehnten auch in den Regionen“, betont Horvat-Unterdorfer. „Parallel zur parlamentarischen Arbeit, in der die rechtlichen Rahmenbedingungen für unser Zusammenleben definiert werden, beschäftigen wir uns mit der Sozialisation der Menschen, mit Präsenz und Sichtbarkeitmachung. Daher werden wir in dieser Periode unsere Struktur auch entsprechend an diese neuen Gegebenheiten anpassen. Schwerpunkt ist darin die Verbindung von parlamentarischer Tätigkeit mit der Neuaufstellung der Bundesebene in zeitgemäßer Form.“ Mit dem neuen Team gehen die Grünen Andersrum einen weiteren Schritt in ihrem langjährigen Engagement für gleiche Rechte und sozialpolitischer Arbeit vor Ort.​