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am 1. Oktober

Grüne zum Langen Tag der Flucht

Ewa Ernst-Dziedzic - Ernst-Dziedzic beklagt steigende Menschenrechtsverletzungen an EU-Außengrenzen

„Begegnung und gemeinsame Erlebnisse schaffen Verständnis füreinander. Insofern ist der ‚Lange Tag der Flucht‘ mit seinem umfangreichen Programm rund um die Themen Flucht, Asyl und Zusammenleben ein wertvoller Beitrag im Sinne eines gesamtgesellschaftlichen Miteinanders“, sagt die Sprecherin der Grünen für Migration und Menschenrechte, Ewa Ernst-Dziedzic, zum 10-jährigen Jubiläum des heutigen Events, das unter der Schirmherrschaft des UNHCR steht. Österreicher*innen, Flüchtlinge und Asylsuchende haben an diesem Tag bei Workshops, Lesungen, Ausstellungen, Kinovorstellungen, Diskussionen, etc. die Möglichkeit, sich auszutauschen und mehr über den oder die jeweils „Anderen“ zu erfahren.

Die Veranstaltung sei ein wohltuender Kontrapunkt zu der Gesamtsituation in Europa, wo ein humaner Umgang mit Schutzsuchenden nach wie vor fehle bzw. sich vielerorts die Situation verschlimmert, sagt Ernst-Dziedzic: „Seien es die Lager auf den griechischen Inseln oder in Bosnien, seien es die tödliche Grenze zwischen Polen und Belarus oder die illegalen Pushbacks im Mittelmeer – an den Außengrenzen der EU zeigt sich das europäische Unvermögen, einen einheitlichen völkerrechtskonformen und menschlichen Umgang mit Schutzsuchenden zu finden. Der direkte Kontakt mit Geflüchteten im Rahmen des ‚Langen Tags der Flucht‘ bringt uns in Erinnerung, dass es hier um ganz konkrete Menschenschicksale geht.“

Ernst-Dziedzic plädiert auf globale Lösungsansätze statt Tunnelblick auf Grenzschutz und Abschiebungen: „Es braucht in der Migrationsfrage politische Weitsicht, Menschlichkeit und Vernunft. Humanität und Ordnung müssen Hand in Hand gehen - das ist unser Credo und das muss unser Credo bleiben.“