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am 29. September

Disoski: „Wirkungsvoller Gewaltschutz setzt enge und vertrauensvolle Kooperation voraus“

Meri Disoski - Grüne begrüßen strukturierte Zusammenarbeit der Institutionen im Gewaltschutz

Die Frauensprecherin der Grünen, Meri Disoski, begrüßt den aktualisierten Erlass von Justizministerin Alma Zadić zu Gewalt im sozialen Nahraum: „Der Schutz von Frauen vor Männergewalt bekommt damit eine neue Priorität auf institutioneller Ebene. 21 Frauenmorde allein in diesem Jahr beweisen, wie dringend notwendig das ist.“ 

Mit einer Checkliste wird außerdem eine qualitativ hochwertige Ermittlungsarbeit von Staatsanwält*innen gestärkt. „Standardisierte Vorgehensweisen, etwa in Form von Checklisten, sind eine wichtige Hilfestellung. Wir haben damit auch im Gesundheitsbereich bei der Dokumentation von Verletzungen im Falle häuslicher Gewalt gute Erfahrungen gemacht“, sagt Disoski. 

Der von Ministerin Zadić initiierte strukturierte Austausch von Opferschutzeinrichtungen, Justiz und Polizei ist außerdem der Start einer neuen, übergreifenden Zusammenarbeit. „Wirkungsvoller Gewaltschutz setzt eine enge und vertrauensvolle Kooperation staatlicher Institutionen voraus. Nur so können Opfer von Gewalt auf allen institutionellen Ebenen geschützt und unterstützt werden“, betont Disoski. Um den Gewaltschutz in Zukunft weiter zu verbessern, ist auch die von der Justizministerin initiierte Untersuchung vergangener Fälle sowie die Verbesserung der Statistik von zentraler Bedeutung. „Es ist unerlässlich, sich mit Lücken oder Fehlern in der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Daraus lässt sich ableiten, wie wir Betroffene in Zukunft besser schützen können“, unterstreicht Disoski.  

„Uns Grünen ist der Schutz von Frauen vor Männergewalt ein zentrales Anliegen. Seit Beginn der Grünen Regierungsbeteiligung haben wir nicht nur die dafür vorgesehenen budgetären Mittel massiv erhöht, sondern auch zahlreiche gesetzliche Initiativen gesetzt“, führt die Grüne Frauensprecherin aus. Dazu gehört etwa die verstärkte Aus- und Weiterbildung der Polizei sowie der Richter*innen und Staatsanwält*innen, der Ausbau der opferschutzorientierten Täterarbeit und zahlreiche weitere Schritte in den Bereichen Gesundheit sowie Justiz. „Ich freue mich, dass wir mit Justizministerin Zadić eine starke Verbündete in diesem wichtigen Anliegen haben“, hält Disoski fest.