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am 20. Jänner 2014

8,50 € Mindestlohn muss sein!

- Wer arbeitet, muss davon leben können. Wir stehen für Arbeit ohne Ausbeutung – mit einem Mindestlohn von 8,50 € brutto pro Stunde.

Wussten Sie, dass in Österreich 500.000 Menschen für ihre Arbeit nur einen Hungerlohn bekommen? FriseurInnen zum Beispiel verdienen gerade mal 7,11 € pro Stunde, MitarbeiterInnen in der Gastronomie magere 7,08 €. Das sind unzumutbar niedrige Löhne, von denen kein Mensch leben kann – geschweige denn, sich etwas leisten kann, wie beispielsweise mit FreundInnen mal nett Essen oder mal ins Konzert oder Kino zu gehen. Zumal die Lebenshaltungskosten immer mehr ansteigen. Der Weg in die Armut ist da vorprogrammiert. 

FAIRER Mindestlohn – STÄRKERE wirtschaft

Für uns ist klar: eine gesetzliche Untergrenze muss her! Wir wollen einen Mindestlohn von Minimum 8,50 € pro Stunde. Denn höhere Löhne verhindern nicht nur die Armut, sondern erhöhen den Konsum und damit auch die Steuereinnahmen. Und das wiederum stärkt unsere Wirtschaft! So bedeutete ein dementsprechender Mindestlohn für die Staatskassa:

  • € 164 Mio. höhere Einnahmen in der Lohnsteuer, 
  • € 208 Mio. an Mehreinnahmen (und damit 1:1 reduzierten Ausgaben im Budget) für die Pensionsversicherung, 
  • € 70 Mio. an Mehreinnahmen für die Krankenversicherung (und damit Kostenreduktionen für die Länder von ca. € 25 Mio. pro Jahr).

Mehr Konsum, mehr Arbeisplätze!

Und die Ankurbelung des Konsums durch höhere Haushaltseinkommen schafft im Übrigen satte 12.200 neue Arbeitsplätze, die abermals zu höheren Steuer- und Beitragseinnahmen (von insgesamt etwa € 160 Mio.) führen sowie die Arbeitslosenversicherung im Ausmaß von etwa € 130 Mio. entlasten.

„Minilöhne verursachen Armut und Ausgrenzung. Sie schaden Menschen, Gesellschaft, Wirtschaftsstandort und Arbeitsmarkt.“
Birgit Schatz

Arbeit muss sich lohnen

ArbeitnehmerInnen müssen in Österreich einen existenzsichernden Arbeitslohn für ihre Arbeit erhalten. Vollzeiterwerbstätigkeit muss zu einem Einkommen deutlich über der Armutsgefährdungsschwelle führen. Die liegt derzeit bei 12.792 € netto – pro Jahr. Daher wollen wir den gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 € brutto pro Stunde einführen – macht ein Jahresnettoeinkommen von 15.670 €.

Das wollen wir:

  • Gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 € brutto pro Stunde = 1.500 € brutto im Monat für Vollzeitbeschäftigte
  • 14 Gehälter für alle! Auch Niedrigverdienende sollen 14-mal im Jahr ihr Gehalt bekommen.
  • Mindesteinkommen ans Durchschnittseinkommen anpassen. Die Höhe des Mindestlohns soll europawaweit zwischen 60 und 66 % des Durchschnittseinkommens liegen.
WER VERDIENT WAS?

RechtsanwaltsgehilfIn: 
€ 1023,50 pro Monat / € 6,14 pro Stunde
ServiererInnen Konditorei:
€ 1089 / € 6,53 
Ordinationshilfe:
€ 1089 / € 6,53
Angestellte Hotel/Gastro:
€ 1200 / € 7,20
HeilmasseurInnen:
€ 1254 / € 7,52
KindergartenhelferInnen Privatkindergarten:
€ 1313 / € 7,88
Angestellte Handel, Stufe 1: € 1263 / € 7,57